22.08.2026
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Larry C. Johnson ist ein ehemaliger CIA-Offizier und Geheimdienstanalyst sowie ehemaliger Planungsspezialist und Berater im Büro für Terrorismusbekämpfung des US-Außenministeriums. Als unabhängiger Auftragnehmer führt er seit 24 Jahren Schulungen für die Spezialeinheiten der US-Streitkräfte durch. In seinem am Dienstag auf sonar21.com veröffentlichten Artikel Der Iran und die Behauptung, er sei der ‚Hauptförderer des Terrorismus‘ (Quelle) ist Folgendes zu lesen:
Hamas und Hisbollah haben über 25 Jahre hinweg Tausende von Raketen auf Israel abgefeuert. Die Zahl der Todesopfer durch diese Raketen im Zeitraum von 2001 bis 2025 liegt bei etwa 50 bis 75 – nicht bei den „Tausenden“, wie die Berichterstattung suggeriert. Genau diese Diskrepanz zwischen den beiden Zahlen ist der springende Punkt.
Demgegenüber steht die Asymmetrie, die in keiner ehrlichen Bilanzierung außer Acht gelassen werden kann. Israel tötete schätzungsweise 11.200 bis 11.500 Palästinenser zwischen 2000 und dem 6. Oktober 2023. Seit dem 7. Oktober ist die Zahl der Opfer im Gazastreifen laut Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums auf über 73.000 gestiegen – eine Zahl, die ein israelischer Militärbeamter im Januar 2026 faktisch bestätigte, indem er mehr als 71.000 durch direkten israelischen Beschuss Getötete einräumte.

Laut dem nach wie vor amtierenden israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ist Terror: Gewalt gegen Zivilisten zu politischen Zwecken. Eine treffende Beschreibung der Politik des Staates, der Palästina besetzt hält. Wie Larry C. Johnson schreibt, widersprechen Daten des US-Außenministeriums der medialen Darstellung des iranischen Terrorismus. Nicht zum ersten Mal stützt sich Massenpropaganda auf massive Lügen. Es ist wie bei Orwell: Lüge ist Wahrheit, Krieg ist Frieden, und der Kampf gegen den Terrorismus ist ein Vorwand für Terrorismus.

Als die UdSSR unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrach, ergriff die blasse Angst die hochrangigen Generäle im Pentagon. Wie lässt sich der hohe Militäraufwand rechtfertigen, wenn der Feind keine Bedrohung mehr darstellt? Die Antwort ist einfach: Man sucht sich einen anderen Feind. Und so entstand die Idee des Kampfes gegen den Terrorismus.
Al-Qaida und der Terroranschlag auf Manhattan am 11. September 2001 wurden ins Leben gerufen, weil ein Bedarf an Terrorismus bestand. Es wurde ein Vorwand gebraucht, um die Tyrannei zu rechtfertigen. Heute wissen wir, dass die CIA dahintersteckte.

In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschütterten Anschläge echter Terroristengruppen die Welt. Dazu gehörten die Rote Armee Fraktion (RAF) in Deutschland, die baskische ETA in Spanien, die IRA – die Irisch-Republikanische Armee – sowie die Roten Brigaden in Italien.
Nicht nur Europa war damals ein „Spielplatz“ für Attentäter. Um den Krieg gegen den Terror zu rechtfertigen, gründeten, bewaffneten und finanzierten die USA Organisationen wie die von dem CIA-Agenten Osama bin Laden gegründete Al-Qaida, den Islamischen Staat (ISIS), die Taliban – eine afghanische fundamentalistische islamistische Bewegung, die von der CIA in Pakistan ausgebildet wurde – oder Boko Haram: eine brutale islamistische Sekte, die hauptsächlich in Nigeria und in der Region des Tschadsees aktiv ist und früher mit dem ISIS verbunden war.

Quelle: Telegram, 20.08.2026, 17:38 Uhr.
Israel bekämpft den Terrorismus mit Terrorismus. Es versucht, den Iran daran zu hindern, sich atomar zu bewaffnen, und hält gleichzeitig mehrere hundert Atomraketen in Bereitschaft. Schließlich müssen wir uns gegen den Terrorismus verteidigen – so lautet die Hasbara, die israelische Propaganda, die erklärt, warum Israel Zivilisten ermorden darf. Was macht es schon, dass wir Kinder im Gazastreifen ermorden – das sind doch zukünftige Terroristen! Denn Israel darf ja alles. Du bist anderer Meinung? Dann bist du ein Antisemit!
Autor des Artikels: Marek Wojcik
E-Mail: worldscam3@gmail.com
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