1238. Abschied von Facebook
1238. Abschied von Facebook

1238. Abschied von Facebook

28.04.2026

Gesamter Blog als kostenloses pdf-eBook.

Ich habe 2008 einen Facebook-Account eingerichtet, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Ich habe es nur sporadisch genutzt. Erst vor 6 Jahren habe ich beschlossen, meine Beiträge auch auf dieser Plattform zu veröffentlichen. Was ist danach passiert? Das habe ich in dem Artikel Facebook-Zensur beschrieben. Später kam es zu einer vorgetäuschten Entspannung, und Herr Zuckerberg versprach: Nie wieder Zensur!! Details findet ihr hier. Das Motto gilt bis heute, allerdings in leicht abgewandelter Form: Nie wieder ohne Zensur!

Weniger Facebook. Mehr Leben.

Meine Beiträge auf Facebook wurden stark eingeschränkt, genauer gesagt ihre Reichweite. Durch das angewandte Shadowbanning waren meine neuen Beiträge für meine Freunde erst nach einigen Tagen oder gar nicht sichtbar. Es gab viele Leute, die trotz dieser Tricks auf diesem Weg zu meinen Beiträgen gelangten. Aus den Statistiken ging hervor, dass etwa 1 % meiner Leser diesen Weg nutzten. Sie nutzten ihn, weil mir vor zwei Monaten vorgeschlagen wurde, ein Selfie zu machen, um zu beweisen, dass ich kein Krokodil bin. Ich habe dies in dem Artikel Kontrolle durch Geld beschrieben.

Also habe ich ein weiteres Konto unter meinem echten Namen, wie beim vorherigen, eingerichtet. Nach einem Monat, in dem ich Artikel ähnlich wie zuvor veröffentlichte, trat ein „technisches“ Problem auf. Facebook verlangt eine Anmeldung, und jeder Versuch endet mit endlosem Warten. Ich beschloss also, nicht mehr um den Zugang zu dieser Plattform zu kämpfen, die ich schon immer für keine besonders gute App gehalten habe. Das ist meine subjektive Einschätzung. Dennoch ist es auch die Einschätzung eines Fachmanns.

So sehen mich alle, denen ich erzähle, dass ich Facebook, Instagram, Twitter usw. nicht nutze.

Ich habe nicht einmal die Möglichkeit, Links zu Facebook zu öffnen. Ich könnte mir zwar einen Fake-Account zulegen, aber das möchte ich nicht. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch – ich kritisiere diejenigen nicht, die ihre Identität verbergen. Es gibt genug Gründe, so zu handeln.

Wenn mich jemand für einen Dinosaurier hält, werde ich ihm das nicht übel nehmen, vorausgesetzt, es handelt sich um eines der mächtigeren prähistorischen Reptilien. Zum Beispiel einen T-Rex. Das ist natürlich nur ein Scherz. Es ist nicht leicht, mich zu beleidigen – dafür muss man sich schon sehr anstrengen.

Es gibt eine gewisse Widersprüchlichkeit in meinem Verhalten: Einerseits trete ich unter meinem richtigen Namen auf und veröffentliche selbst ausgewählte Fotos von mir, andererseits möchte ich mich keiner Verifizierung per Webcam unterziehen. Das Problem lässt sich durch den freiwilligen Charakter dieser Handlungen erklären. Ich schätze meine Entscheidungsfreiheit sehr, die viele Menschen gerne für eine Schüssel Reis oder die Nutzung einer „kostenlosen“ App verkaufen würden.

Die Einführung der Digital ID ist kein technischer Fortschritt. Es ist die Installation eines Kontrollpunktes, an dem jeder von uns früher oder später vorbeimuss. Die EU-Politik ebnet hierfür den Weg und verkauft uns den Verlust unserer Freiheit als „Sicherheit“. Wer glaubt, dass diese Infrastruktur nur für die Altersprüfung genutzt wird, hat die Lehren der letzten Jahre nicht verstanden. Das digitale Gefängnis wird nicht mit Mauern gebaut – es wird mit bequemen Apps und „altersgerechten“ Zertifikaten installiert.

Dieses Zitat stammt aus einem Artikel, der gestern auf tkp.at erschienen ist: Digitale Identität: Apples schleichende Einführung des „digitalen Ausweises“ als Kontrollinstrument.

Das langsame Kochen des Frosches geht weiter.
Und wann springen wir endlich aus diesem Topf heraus?

Autor des Artikels: Marek Wojcik
E-Mail: worldscam3@gmail.com

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