12.08.2026
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Die aktuellen Nachrichten über geradezu wundersame Fähigkeiten der KI, selbständig in fremde Systeme einzudringen, verbunden mit der Information: Wenn die KI einen Auftrag hat, wird sie alles versuchen, ihn zu erfüllen und auch auf irreguläre und illegale Methoden zurückgreifen, klingen auf eine ganz andere Weise gefährlich als die eher leisten Töne, mit denen die Möglichkeiten der KI, menschliche Arbeit zu übernehmen, angepriesen werden.
So beginnt Egon W. Kreutzer seinen Artikel vom Montag: Quo vadis KI?
Künstliche Intelligenz ist zwar nach wie vor ein künstliches Konstrukt, doch sie macht uns zunehmend Angst vor der Möglichkeit, dass sie in praktisch allen Lebensbereichen willkürliche Entscheidungen trifft. Technisch gesehen wird dies immer realistischer, doch in der Praxis sieht es nicht so rosig aus, wie es uns die Technokraten einreden möchten, die von den Möglichkeiten der Manipulation der Daten, die die Grundlage dieser Entscheidungen bilden, fasziniert sind. Daher hört man in letzter Zeit so viel über den Bau immer größerer Rechenzentren.

Aber Poesie, Schönheit, Romanzen, Liebe – das sind die Dinge, für die wir leben.
Auch die Poesie, die Schönheit, die Romanzen und sogar der Sex wurden von diesen relativ neuen technokratischen Tendenzen vereinnahmt. Übrig geblieben ist nur die einsame Liebe – ein Gefühl, das keine Technologie übernehmen kann und das für Maschinen unerreichbar bleibt. Denn ein Computer kann emotionales Engagement lediglich vortäuschen und anregen.
Das erinnert mich an die Zeiten des Schwarz-Weiß-Fernsehens Anfang der 60er Jahre, als wir eine spezielle Scheibe kauften, die man vor den Bildschirm montierte, um diesem „Fernsehleben“ Farbe zu verleihen. So entstand ein Bild, das oben blau und unten grün gefärbt war. Als wir jedoch einen Film sahen, in dem ein Gewitter zu sehen war (es war der Film Casablanca mit Ingrid Bergman und Humphrey Bogart), nahmen wir dieses hässliche Ding ab und haben es nie wieder angebracht.

Die Technik bringt Fortschritt. Das steht außer Frage. Seit langem haben wir Farbfernsehen, das uns eine blasse Kopie des wirklichen Lebens zeigt. Wir haben eine virtuelle Welt, die ein Ersatz für die Natur ist, die doch immer in unserer Reichweite ist und dennoch praktisch ignoriert wird. Heute nehmen wir die Schönheit eines vorbeifliegenden Insekts nicht mehr wahr. Nein, heute suchen wir nach Insektenspray, um uns vor der Gefahr eines Stichs zu schützen. Heute cremen wir unsere Haut mit schädlichen Cremes ein, um sie vor der lebensspendenden Sonne zu verbergen. Das ist keine künstliche Intelligenz – das ist der Verlust des Selbsterhaltungstriebs.

Autor des Artikels: Marek Wojcik
E-Mail: worldscam3@gmail.com
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