1154. Der Niedergang der Mainstream-Presse
1154. Der Niedergang der Mainstream-Presse

1154. Der Niedergang der Mainstream-Presse

26.01.2026

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Das klassische Zeitungsmodell stirbt nicht an TikTok, nicht an Algorithmen und nicht am Internet. Es stirbt an sich selbst. An politischer Einseitigkeit, an moralisierender Belehrung, an ideologischer Verengung, an einer redaktionellen Kultur, die Haltung über Information stellt und Gesinnung über Analyse. Die Leser gehen nicht, weil sie keine Nachrichten mehr wollen – sie gehen, weil sie diesen Journalismus nicht mehr wollen.

Der gestrige Artikel auf Report24, aus dem ich oben einen Auszug zitiert habe, trägt den Titel: Die große Zeitungsflucht – das Volk kündigt den Mainstream.

Seitdem in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts die große Eroberung des Internets als Instrument zur schnellen Informationsübermittlung begann, spürte die Presse die realen Auswirkungen dieser Entwicklung, deren Verbreitung sie bisher monopolisiert hatte. Wie Pilze nach dem Regen entstanden Online-Plattformen der meisten Tageszeitungen, Wochenzeitschriften und anderer regelmäßig erscheinender Publikationen. Wer ist bereit, eine unhandliche Papierzeitung zu kaufen, um das zu lesen, was er bereits am Vortag auf einem Internetportal gelesen hat? Natürlich gibt es Menschen, die zu ihrem Morgenkaffee immer eine Papierzeitung konsumieren. Das Gefühl für diese Tradition schwindet jedoch mit dem Eintritt der jüngeren Generation in den Medienmarkt und dem natürlichen Aussterben der älteren Generation.

Nennen Sie etwas, das britisch aussieht, aber in Wirklichkeit nicht britisch ist.
Antwort der Iren: Das British Museum.

Wenn wir zu dieser Situation noch den mentorhaften Stil und die Einseitigkeit der aufgezwungenen Ansichten hinzufügen, die das heutige Mediengebot dominieren, ist es nicht verwunderlich, dass sowohl die Zahl der Zeitungsabonnenten als auch die der gelegentlichen Leser rückläufig ist. Die Behandlung der Leser als dumme Idioten, die nur darauf warten, dass man ihnen vorschreibt, wie sie über jedes Thema denken sollen, wirkt sich eher auf das Nervensystem der Leser als auf ihre Wahrnehmung der Realität aus.

Dieser Prozess verläuft langsam, aber unaufhaltsam, denn dem Untergang gehen immer Arroganz und die Leugnung der eigenen Fehler voraus. Anstatt zu informieren, schreiben sie Propagandatexte. Zu „Diskussionen” werden nur Gleichgesinnte eingeladen, wenn jemand mit unabhängigem Denken auftaucht, wird er niedergeschrien und mit Anschuldigungen beleidigt, die keinerlei faktische Grundlage haben. Die heutigen öffentlichen Medien sind ein Tummelplatz für böswillige Trolle.

Bis die Wahrheit ans Licht kam, gab es keine „Faktencheckers”.

Autor des Artikels: Marek Wojcik
E-Mail: worldscam3@gmail.com

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