123. Fakebook-Ausfall?
123. Fakebook-Ausfall?

123. Fakebook-Ausfall?

Wien 5.10.2021

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Gestern gegen 17:30 Uhr unserer Zeit funktionierte die beliebte Website Facebook.com nicht mehr. Wohl aus Solidarität haben sich ihr auch WhatsApp und Instagram angeschlossen. Sie alle gehören zum Imperium von Mr. Mark Zuckerberg.

So berichteten gestern besorgte Nutzer in Österreich über den Ausfall von Facebook, das nicht mehr funktioniert.

Nach sechs Stunden waren die technischen Schwierigkeiten überwunden und alle drei Plattformen waren wieder in Betrieb. Gleichzeitig sorgte die Nachricht für großes Aufsehen, dass nämlich die Domain www.facebook.com zum Verkauf steht.

Laut Domaintools.com befindet sich die Seite nun wieder in den Händen von Facebook Inc. im Menlo Park (Kalifornien).

Es besteht der Verdacht, dass Marek Zuckerberger einfach vergessen hat, die Gebühren für diese Domain zu bezahlen. Normalerweise kostet eine Domain rund 30 Euro im Jahr. Vielleicht unterstützen wir ihn mit einer Spende? Schließlich nutzen wir gerne die Vorteile von Facebook, Messenger & Co.

Während der Dauer des Ausfalls habe ich einen einfachen Versuch unternommen, die wahrscheinliche Ursache des Ausfalls zu überprüfen. Mit dem Ping-Befehl habe ich überprüft, ob die facebook.com-Seite erreichbar ist. War nicht. Was bedeutet es? Das erste, was ein Webbrowser wie Chrome, Firefox usw. tut, wenn er einen Befehl zum Herstellen einer Verbindung zu einer Website erhält, überprüft er das nächstgelegene sogenannte DNS (Domain Names Server) ist die IP-Adresse des gewünschten Servers. Klingt für Laien sehr technisch, ist aber eine einfache Standardoperation, ohne die das Internet nicht richtig funktionieren würde.

In unserem Fall, unabhängig davon, ob wir auf dem PC, Tablet auf das Facebook-Symbol klicken oder FB auf dem Handy einschalten, wird eine solche Abfrage automatisch erstellt. Wenn alles funktioniert wie es soll, antwortet mir der DNS-Server zum Beispiel 69.171.250.35 – das ist das sogenannte die IP-Adresse, die der Computer benötigt, um sich mit dem Facebook-Server zu verbinden.

Als wir gestern eine solche Anfrage von unseren Geräten gesendet haben, kam eine Antwort vom DNS-Server – ich kenne den Server namens facebook.com nicht. Was bedeutet es? Das bedeutet, dass jemand auf der ganzen Welt dafür gesorgt hat, dass die Einträge auf diesen Servern gelöscht wurden.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es zufällig passiert ist. Ich weiß nicht, wer hinter diesem Angriff auf das Mr. Zuckerberger-Konsortium steckt? Es gibt viele Möglichkeiten. Die oben genannte Domaingebühr. An Konkurrenz mangelt es nicht, zum Beispiel bei Twitter. Verärgerter FB-Benutzer, weil er von dieser Plattform zensiert wurde. Hacker (unbedingt aus Russland, weil es in den Medien besser klingt) zum Spaß oder zur Befriedigung, einem bösen Kapitalisten ernsthaften Schaden zuzufügen. Wir können endlos theoretisieren.

Und der Schaden ist wirklich aufgetaucht – Herr Zuckerberger hat durch das gestrige Abenteuer rund 7 Milliarden Euro an der Börse verloren. Auch seine Position auf der Liste der reichsten Menschen der Welt hat sich geändert. Er fiel vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Der zweite ist jetzt Bill Gates und der erste ist Amazon-Chef Jeff Bezos.

Oder steckt dahinter vielleicht der größte Impfstoffspezialist, nur um seine bedrohte Position zu verbessern? In diesem Fall hätte der Amazon-Chef ein ernstes Problem. Es stimmt, dass Bill Gates DOS nicht selbst programmiert hat, aber ich glaube nicht, dass er Schwierigkeiten hat, DNS-Server zu hacken. Steht amazon.com als nächstes dran? Wer weiß?

Autor des Artikels: Marek Wojcik

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